Altenbetreuung

Die drei Ziele der Altersmedizin und Alterspflege sind: möglichst lange Lebenserwartung, große Lebensqualität und Freiheit von Beschwerden bis ins hohe Alter. Den meisten Älteren wird es im Alter gut gehen in einem betreuten, geschützten und selbständigen Leben zu Haus. Der wohlverdiente Ruhestand ist ein kostbares Gut, wofür die Senioren ihr Leben lang hart arbeiten mussten. Bei etwa einem Drittel der Menschen über 85 sind die geistigen Fähigkeiten beeinträchtigt. Andererseits haben sich viele ältere Menschen (darunter solche, die weit über 90 Jahre alt sind) geistige Fähigkeiten erhalten, die es durchaus mit denen jüngerer aufnehmen können.


Jedes Jahr erkranken zwischen 120.000 und 160.000 Menschen neu an Alzheimer. Derzeit sind weltweit etwa 36 Millionen Menschen demenzkrank. Für das Jahr 2030 lautet die Prognose knapp 66 Millionen Demenz-Patienten, für das Jahr 2050 sogar 115 Millionen. Da die Menschen heutzutage immer älter werden, sind heute die Altenheime von einer immer größer werdende Anzahl von Schwerstbehinderten mit chronischen Erkrankungen, Einschränkungen, abnehmender Selbstbestimmung und späterer Hilflosigkeit (Pflegestufe 3) belegt. Da sind Betreuerinnen aus Polen oft die einzige Alternative. Irgendwann schafft der ältere Mensch die Versorgung in Wohnung bzw. Haus nicht mehr allein. Erst sind es einzelne Aufgaben wie Fenster putzen und die Gardinen aufhängen. Dann wird es mehr. Die Inaktivität im Alter führt zu zunehmendem muskulären und geistigem Abbau mit Stürzen, Knochenbrüchen und Pflegebedürftigkeit. Sehprobleme treten bei über der Hälfte der über 75-jährigen auf. Das bedeutet Einschränkungen beim Lesen wie beim Sehen in die Ferne. Es führt zu Einschränkungen im Alltag und zu Stürzen.

Künstliche Hüften und Kniegelenke verursachen den Krankenkassen, wegen der steigenden Zahl stark übergewichtiger Menschen und weil der Alterungsprozess in der Gesellschaft vorangeschritten ist, jährlich Kosten von 3,5 Milliarden Euro. Eine neue Hüfte kostet 7600 Euro und ein neues Knie 7400 Euro, mehr als die Hälfte der Patienten ist 75 Jahre und älter. Das Osteoporoserisiko ist bei Frauen sechsmal höher als bei Männer: jede vierte Frau über 65 ist von Verlust an Knochensubstanz und osteoporotischen Brüche betroffen. Osteoporose (Knochenschwund) ist bei Menschen, die nicht genügend Kalzium und Vitamin D aufnehmen, weit verbreitet. Frauen über 70 Jahre und Männer über 80 Jahre wird zu einem Osteoporose-Check geraten, weil aufgrund des Alters ein hohes Frakturrisiko besteht. Die direkten Kosten einer Hüftfraktur liegen im Schnitt bei 8200 Euro. Jeder zweite Heimbewohner stürzt einmal im Jahr. Es wird Heimbewohnern empfohlen, zweimal pro Woche ein Kraft- und Balancetraining mitzumachen oder einen Hüftprotektor zu tragen. Jeder Sturz wird dokumentiert und Konsequenzen daraus gezogen. Durch Verbesserung der Lichtverhältnisse oder der Anbringung von Haltegriffen werde die Umgebung der Sturzgefährdeten angepasst. Denken Sie beim Kauf oder Bau einer Immobilie auch an die Nutzung im Alter und vermeiden Sie bei der Planung Hindernisse wie unnötige Stufen oder enge Treppen. Das erspart Ihnen später teure Umbauarbeiten. 80 Prozent der über 60-Jährigen und 35 Prozent in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen befürworten barrierefreies Wohnen.

Alte Menschen müssen die Sicherheit und Geborgenheit ihrer gewohnten Umgebung verlassen, wenn sie in die völlig neue und fremde Umgebung eines Heims kommen. Dieser Umgebungswechsel hat besonders bei Dementen, welche sich aufgrund ihrer Erkrankung in neuen Situationen nicht zurechtfinden, schwere seelische Auswirkungen. Durch einen Umzug ins Heim entstehen Gefühle wie Einsamkeit, oft einhergehend mit Depressionen und einer verringerten Nahrungsmittelaufnahme, bis hin zur kompletten Appetitlosigkeit. In den meisten Seniorenheimen wird auf gesunde Ernährung kaum Wert gelegt. Die Massenverpflegung mit ihren schweren Defiziten schmeckt den Senioren nicht, dazu ist sie nicht nährstoffschonend zusammengestellt oder zubereitet. Dies wird oft weder von den Betroffenen noch vom betreuenden Personal und den Ärzten wahrgenommen. Bei 70 Prozent der Heimbewohner, deren Mobilität eingeschränkt ist oder die aufgrund beginnender Demenz die Nahrungsaufnahme vernachlässigen, wird ein Gewichtsverlust am Anfang oft nicht bemerkt und als Warnsignal wahrgenommen. Wenn die Mangelernährung einmal von den Ärzten erkannt wird, ist es oft schon zu spät, weil den Symptomen im fortgeschrittenen Stadium schwerer begegnet werden kann.

Derzeit leiden in der EU 16 Prozent der über 65jährigen an neurodegenerativen Erkrankungen, 2030 werden es mehr als 25 Prozent sein. Eine EU-Gemeinschaftsinitiative von 24 Staaten stellt in einem Programm zur Erforschung neurodegenerativen Krankheiten bis zum Jahr 2013 für 34 Projekte 159 Millionen Euro zum besseren Verständnis von Alzheimer und der Entwicklung von Therapien und Vorsorgestrategien bereit. Aktuell sind in Deutschland rund 2,3 Millionen Menschen ständig auf Pflege angewiesen. Die Betreuung in einem angemessenen Heim kann monatlich bis zu 3.500 Euro kosten, Ihre Versorgungslücke beträgt somit rund 2.000 Euro jeden Monat! Kinder haften für Ihre Eltern!

Bei Menschen, die besonders in jungen Jahren regelmäßig Sport treiben oder sich viel körperlich bewegen, ist das Risiko, an Alzheimer oder anderen Demenzformen zu erkranken, in etwa halbiert. Auch wer sein Gedächtnis von früh an auf Trab hält, reduziert das Risiko einer Demenz im Alter.

Alte Raucher haben seltener Parkinson als gleichalte Nichtraucher. Das Risiko an Parkinson zu erkranken wird durch das Rauchen etwa um die Hälfte gesenkt. Dies wird mit den Eigenschaften von Nikotin und dessen Abbauprodukten erklärt. Bluthochdruck und Übergewicht steigern das Risiko für Demenzen. Zur Bestimmung des Übergewichts wurde der

von dem belgischen Mathematiker Adolphe Quételet (1796-1874) entwickelt. Die Unter- und Obergrenzen der BMI-Werteklassen sind bei Männern etwas höher als bei Frauen. So liegt das Normalgewicht bei Männern im Intervall von 20 bis 25 kg/m², während es sich bei Frauen im Intervall von 19 bis 24 kg/m² befindet.

Menschen mit hohem Blutdruck sollen auf eine gute Einstellung ihrer Blutdruckwerte achten, denn zu hoher Blutdruck ist der Hauptrisikofaktor für Demenz. Ähnlich wichtig ist es für Diabetiker, Blutzuckerspitzen zu vermeiden, denn diese schaden dem Gehirn und begünstigen eine Alzheimer-Demenz. Jeder vierte Demenzpatient auch eine Depression. Menschen mit Depressionen haben ein erhöhtes Demenzrisiko. In einer Studie mit fast 1000 Personen in den USA entwickelten von denjenigen Teilnehmern, die zu Beginn Depressionen hatten, innerhalb eines Beobachtungszeitraums von 17 Jahren etwa 22 Prozent eine Demenz, von den anderen ohne Depressionen bekamen nur 16 Prozent eine Demenz.

Mässiger Alkoholkonsum von einem bis zwei Drinks täglich veringert das Risiko für Alzheimer und andere Demenzen um ein Drittel. Diese "Alkoholkur" ist, so wird ausdrücklich betont, aber nur für mental Gesunde zu empfehlen. Wer regelmäßig Frucht- und Gemüsesäfte trinkt, senkt sein Alzheimerrisiko um 76 Prozent.

Ein hoher Konsum von grünem Tee geht mit einem geringeren Auftreten von akuten geistigen Einbußen im Alter einher. Senioren, die in ihrem Leben über Jahre hinweg, drei oder mehr Tassen von grünem Tee täglich trinken, weisen einen halb so ausgeprägten mentalen Verfall auf, als diejenigen, die lediglich in einer Woche drei oder weniger Tassen konsumierten. Einen gestrichenen Teelöffel Tee je Tasse mit 70 bis 80 Grad heissem Wasser aufgiessen, nicht kochen. Grüner Tee kann viermal aufgegossen werden. Beim ersten Aufguss eine Minute ziehenlasen, beim zweiten zwei, beim dritten drei und beim vierten Aufguss vier Minuten ziehen lassen. Er beugt ausserdem Krebs vor, verkleinert Tumore, regelt Blutdruck und Cholesterin, tötet Bakterien, stärkt Nerven, Blutgefäße und Leber, schützt vor Karies und Paradontose.

Viele ältere Menschen sind anfälliger für Infektionen (Grippe), weil die Abwehrkräfte ihres Immunsystems nachlassen. Vitamin C und E und B6 verbessern das Immunsystem. Bei 90 % der Todesfälle durch Pneumokkoken handelte es sich um über 60 jährige. 15 Millionen sind davon betroffen. Das Alzheimerrisiko ist um 38 Prozent niedriger bei einer Diät mit hohem Gehalt an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, viel Vitamin E und Folsäure, aber wenig Vitamin B12 und wenig gesättigten Fettsäuren; das heisst also viel Gemüse (vor allem Salat, Kohl, Rettich) viel Obst, Nüsse, Fisch und Geflügel, aber wenig fettreiche Milchprodukte sowie wenig rotes Fleisch, Innereien und Butter. Diese Ernährung entspricht weitgehend der Mittelmeerkost mit viel Fisch, Obst und Gemüse aber wenig Rind- und Schweinefleisch.

Pielegniarka/pielegniarz - samodzielny pracownik ochrony zdrowia sprawujacy opieke medyczna nad pacjentem (podawanie leków, wykonywanie iniekcji, wlewów dozylnych), asystujacy przy zabiegach, operacjach, wypelniajacy zlecenia lekarskie w procesie diagnostyki, leczenia i rehabilitacji, zajmujacy sie szeroko rozumiana edukacja zdrowotna i promocja zdrowia. Dawniej posiadal wyksztalcenie srednie (liceum medyczne, medyczne studium zawodowe), a obecnie wyzsze pierwszego (licencjat pielegniarstwa), drugiego stopnia (magister pielegniarstwa) lub trzeciego stopnia (doktor nauk medycznych). Zasady i warunki wykonywania zawodu pielegniarki reguluje ustawa z dnia 7 listopada 2007 roku o zawodach pielegniarki i poloznej[1]. Na podstawie art. 6 tej ustawy Minister Zdrowia okresla rodzaj i zakres swiadczen zapobiegawczych, diagnostycznych, leczniczych i rehabilitacyjnych udzielanych przez pielegniarke albo polozna samodzielnie bez zlecenia lekarskiego[2].

Dass die Zahl der Demenzpatienten drastisch wächst und die flächendeckende Versorgung mit Hausärzten auf Dauer nicht mehr sichergestellt ist, gibt Anlass zur Besorgnis. Bei vielen Hausärzten in Deutschland ist eine Bewusstseinsänderung eingetreten. Ärztliche Verordnungen für Patienten sollen von Laien umgesetzt werden, statt von 24 Std Pflegediensten. Der professionelle Pflegedienst soll nicht ersetzt, sondern entlastet werden. Die professionelle Pflege würde entlastet, wenn es etwa um die Medikamentengabe geht.

Auf Verwandtschaftsbeziehungen zwischen der pflegenden mit der hilfebedürftigen Person kommt es nicht an, allerdings muss ein gemeinsamer Haushalt bestehen. Dies ist zum Beispiel selbst dann nicht der Fall, wenn ein Kind des Patienten im selben Haus wohnt, es sich aber um zwei Haushalte, also vereinfacht um zwei Wohnungen, handelt. Lebt der Patient mit einer Person in einem gemeinsamen Haushalt, so ist zu prüfen, ob diese Person die Pflege insgesamt oder teilweise übernehmen kann. Dies setzt nach der Rechtsprechung sowohl die Bereitschaft der pflegebefähigten Person als auch die Bereitschaft des Patienten voraus, sich von dieser Person pflegen zu lassen.

So sollen unter anderem in der Nephrologie des Westpfalzklinikums am Standort Kaiserslautern Pflegekräfte in bestimmten Bereichen eigenständig ohne Absprache mit dem Arzt handeln können. Dazu zählen die Anamneseerhebung, die Anordnung verschiedener Therapien anhand von Behandlungsplänen, sowie Verlaufskontrolle und Ergebnissicherung dieser Therapie, die Übernahme der täglichen Visite, Anordnung, Durchführung und Bewertung von Laboruntersuchungen, körperliche Untersuchungen, sowie die Festlegung des Entlassdatums. Außerdem sollen sie auch das Entlassungsgespräch führen. Der Arzt soll erst bei abweichenden Verläufen hinzugezogen werden.

Das Rechnen mit Minutenwerten in der Altenbetreuung ist praktisch nicht mehr zeitgemäß. Unmittelbar nach der Pflegereform im Jahre 2008, ist die Pflegeversicherung mehr denn je in der Diskussion. Nach der Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ist die 1995 eingeführte Pflegeversicherung die fünfte Säule des Sozialversicherungssystems. Nach Berechnungen der Bundesregierung reichen die finanziellen Mittel mit der Reform sicher bis 2014/2015. Die Reform hat die grundlegenden finanziellen Probleme nicht gelöst. Es ist mehr als fraglich, ob das neu geschnürte Leistungspaket realistisch ist. Es wird sich zeigen, wie es mit den höheren Beiträgen in den nächsten Jahren über die Runden kommen wird. Der nächste Schritt wird das Anpassen des Pflegebedürftigkeitsbegriffs sein, der nicht mehr recht zu den Bedürfnissen der Bedürftigen passt. Es gibt übrigens eine neue Internetseite afi-kids im Comic-Stil für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren, um ihnen zu lernen, wie das Gehirn funktioniert und was bei der Alzheimer-Krankheit passiert. Die bunt gestalteten Inhalte regen an und bieten Kindern eine Möglichkeit, ihre Erfahrungen kreativ auszudrücken. Es gibt Geschichten für jedes Alter, einen Malwettbewerb und ein Gewinnspiel.


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siehe auch





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